Die E-Zigarette streng „wissenschaftlich“ gesehen - E-Zigarette

„Die E-Zigarette ist ein nebulöses Produkt“, so Dr. Martina Pötschke-Langer

Im ENVI-Ausschuss der EU wurden am 25.02.2013, im Rahmen der anstehenden Tabakproduktrichtlinie, verschiedene Expertenmeinungen angehört. Dazu auch eine Einschätzung von Dr. Martina Pötschke-Langer, die während der Ausschusssitzung eine wissenschaftliche Meinung zur E-Zigarette abgegeben hat.

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Dabei verweist Frau Dr. Pötschke-Langer auf einen Artikel aus dem deutschen Ärzteblatt, welcher die E-Zigarette als ein nebulöses Produkt bezeichnet. Einerseits wird Dampf produziert, wenn ein Anwender an der elektronischen Zigarette zieht und den entstandenen „Nebel“ an seine Umwelt abgibt. Weiter noch sah Dr. Pötschke-Langer die E-Zigarette in dem Sinne als ein nebulöses Produkt an, da die Konsumenten nicht mit Sicherheit wissen, was sich in diesen Produkten befindet.

Die Vertreterin des Krebsforschungszentrums in Heidelberg erklärte, dass keine geregelten Qualitätsstandards für diese „Applikationsarten“ zur Verfügung stehen. Das, in den Liquids enthaltende, Nikotin sei teilweise in zu hoher Konzentration angereichert und der freie Konsumentenmarkt muss davor geschützt werden.

„Nikotin ist im höchsten Maße gefährlich”

Nikotin sorgt erst dafür, dass viele Raucher, die mit dem Konsum von Tabakzigaretten angefangen haben, nicht mehr oder nur mit viel Willenskraft und Disziplin davon loskommen können. Nimmt ein Verbraucher zu viel an Nikotin auf, ist das bedeutend gefährlich für die Gesundheit. Aber dass das Rauchen von Zigaretten zum Tode führen kann, weiß man nicht erst seit gestern.

Dr. Pötschke-Langer geht in ihrer Argumentation einen Schritt weiter und unterstellt dass durch die individuellen Mischverfahren, die für die Liquids auch von den Konsumenten selbst durchgeführt werden würden, eine größere Gefährdung mit sich bringe. In ihrem Beispiel umschreibt sie das Bild von Liquids, die frei in der Küche stehen und während der Essenszubereitung vermischt werden, was zum Tode führen kann.

Diese Argumentation mag zwar ein Szenario darstellen, das durchaus in Erwägung gezogen werden kann, aber sind die Dampfer keine unverantwortlichen und unbedachten Anwender, die andere Menschen zu vergiften versuchen. Auf diese Weise sind die E-Zigarette und deren Liquids vollkommen falsch dargestellt.

Jeder weiß um die Gefährlichkeit von Nikotin, daher würde es doch zum gesunden Menschenverstand gehören, die Liquids niemals offen stehen zu lassen und nur bei der tatsächlichen Anwendung mit der E-Zigarette zu offenbaren.

Die Gesundheit steht im Vordergrund, aber kommt dies nicht indirekt einer Entmündigung gleich?

Für den Erhalt der Gesundheit ist jeder selbst verantwortlich. Neben Nikotin gibt es weitaus mehr Mittel im Haushalt, die einen Menschen töten können. Das bedeutet also: Um die Verbraucher nicht auch diesen Mitteln auszusetzen, müssten diese ebenso verboten werden. Aber dieser Gedanke wird nicht in Erwägung gezogen, sondern man konzentriert sich auf die E-Zigarette als auch die Liquids.

Mit der neuen Tabakproduktrichtlinie würde es zu neuen Verpackungen für die Tabakzigarette als auch zum Verbot von Zusatzstoffen kommen. Weiter würde die Konzentration für frei zugängliches Nikotin in den Liquids soweit reduziert werden, dass ein tatsächlicher Nikotinkonsum nicht mehr möglich ist. Deswegen müssten sich die Dampfer einer anderen Quelle für ihr Nikotin zuwenden und das ist, in erster Linie, natürlich die gewöhnliche Tabakzigarette.

Viele Dampfer fürchten sich jedoch davor und möchten nicht auf die Vorteile, die die E-Zigarette mit sich bringt, verzichten. Eine freie Entscheidung der Konsumenten ist damit nicht möglich und kommt demzufolge einer Entmündigung gleich. Welche Entscheidung dürfe man dann überhaupt noch treffen?

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